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Sagenwanderungen

Rund um Aldein und Radein gibt es verschiedene Sagengestalten und viele Legenden. Die folgenden Wanderungen führen zu einigen Zeugen dieser mystischen Vergangenheit.
Extra-Tipp: Das Büchlein "Aldeiner Sagen aus Kindermund-nacherzählt von den Schülern der Grundschule Aldein"- eine stattliche Sammlung von 26 Sagen aus der Umgebung. Erhältlich im Besucherzentrum Geoparc Bletterbach, im Tourismusbüro von Aldein und im Geomuseum von Radein.

 

Aldein-Göllersee-Rotwand-Aldein

Anforderung: leichte Wanderung
Ausgangspunkt: Parkplatz unterhalb des Gemeindehauses im Ortszentrum
Gehzeiten: ca. 3 Stunden
Höhenunterschied: 150 m
Einkehrmöglichkeiten: Gasthaus zur Krone, Gasthaus Ebner-Pfiffikus, Gasthof Pigleiderhof, Gasthaus Schönblick, Cafè Bar Irene
Wegverlauf: Der Einbahnstraße gleich unterhalb der Raiffeisenkasse folgen. Bald erreicht man die Hauptstraße. Diese linker Hand überqueren und der Markierung 6 folgen bis zum Schild, das links zum Göllersee weist. Diesem Weg folgen und nach ca. 200 m wird das Pigleidermoos erreicht. Das Pigleidermoos ist ein Biotop, ein Moorgebiet mit Teichen, in denen Seerosen, Rohrkolben und verschiedene andere Sumpfpflanzen gedeihen und wo im Frühjahr die Frösche zum Konzert anstimmen.
Am Biotop vorbei führt der mit R gekennzeichnete Weg über abgeschliffene Prophyrplatten hinunter zum idyllischen Göllersee.
Die Wanderung wird rechts vom See, Wegbezeichnung S, fortgesetzt. Bald erreicht man einen kleinen Weiher, den Mittersee und gleich darunter das Bärenbad. Im Sommer sind der Mittersee und das Bärenbad fast ausgetrocknet. Hier weist ein Schild zur Rotwand. Nach ca. 15 Minuten erreicht man diesen einmaligen Aussichtspunkt über dem Etschtal. Vorsicht bei der Rotwand: Die Porphyrwand fällt hier steil ab, aber der Blick in die Tiefe ist einmalig - fast atemberaubend, wenn einem die Aufwinde ins Gesicht blasen.
Von der Rotwand kehrt man wieder auf die Forststraße zurück und folgt dieser ca. 20 Minuten. Dann links abbiegen und auf dem mit 0 gekennzeichneten Steig bis auf die Höhe des Pigleidermoos wandern bis zum Gasthof Pigleiderhof. Über die Straße und den Güterweg zum Gasthaus Schönblick und auf der Landstraße zurück zum Ausgangspunkt.
Wer sich am Biotop links hält, gelangt auf dem mit R gekennzeichneten Weg ebenso zum Gasthaus Schönblick.
Extra Tipp: Auf dem Weg zum Göllersee (nach der Hochspannungsleitung rechts) kommt man zu einem großen, an einem Abhang stehenden Stein. Dieser Stein wird Hexenstein genannt und hat eine seltsame Geschichte. Fragen sie im Besucherzentrum nach!

 

Weißhorn (2316 m) von Radein aus

Anforderung: mittel bis schwere Wanderung
Ausgangspunkt: Schotterparkplatz rechts der Hauptstrasse kurz vor Oberradein
Gehzeiten: ca. 5 - 6 Stunden
Höhenunterschied: 760 m
Einkehrmöglichkeiten: Gasthaus Nigglhof, Gurndinalm, Hotel Schwarzhorn, Gasthaus Jochgrimm, Gasthaus Roter Adler, Hotel Zirmer, Gasthof Rose, Hotel Berghofer
Wegverlauf: Vom Parkplatz zunächst zu Fuß die Landstraße entlang weiter Richtung Oberradein. Bei der Abzweigung rechts hinauf zum Gasthaus Nigglhof. Von dort dem Wanderweg Nr. 7 folgen. Auf der Forststraße angelangt, dieser aufwärts folgen und nach kurzer Zeit rechts in den Wanderweg B – Blauweg – abzweigen bis zur Gurndin Alm. Von dort erfolgt der Aufstieg auf das Weißhorn über den Wanderweg H. Vom Gipfel herrlicher Rundblick über die verschiedensten Gebirgszüge in der Umgebung. Rückweg über den H-Steig zum Jochgrimm (Malerei am Hotel Schwarzhorn zeigt den Riesen Grimm) und über die Forststraße zur Gurndinalm. Dort rechts über den Knopfweg oder den Neuen Weg zum Zirmersteig W an den Lahnerwiesen und über die Kalkbrüche des Bletterbaches zurück nach Radein.
Extra Tipp: Die Sage vom Riesen Grimm, der zwischen Weiß- und Schwarzhorn hauste, wurde von dem bekannten Südtiroler Maler Ignaz Stolz auf fünf Bildern dargestellt, die den großen Speisesaal des Hotel Zirmer in Radein schmücken.

 

Winkl – Rosssprung

Anforderung: leichte Wanderung
Ausgangspunkt: Parkplatz Aldein Dorf
Gehzeiten: ca. 2,5 Stunden
Höhenunterschied: 250 m
Einkehrmöglichkeiten: Gasthaus zur Krone, Gasthaus Ebner-Pfiffikus
Wegverlauf: Romantischer Waldweg ohne große Steigungen durch die ruhige, unberührte Natur. Ab dem Dorfzentrum der Markierung T folgen und vorbei an den Mühlen zum Kirchlein Maria Schnee im Thal (um 1600 erbaut). Weiter zum Matznellhof, dem Geburtshaus des Andreas Alois Dipauli von Treuheim. Links vom Matznellhof abbiegend und der Markierung N und 6A folgen bis zum Waldhügel Rosssprung. Die Rückwanderung erfolgt auf demselben Weg.
Extra Tipp: Der Name Rosssprung ist aufgrund einer Sage entstanden. Der Graf von Burgstallegg musste vor den aufständischen Aldeiner Bauern flüchten und sprang mitsamt seinem Pferd von dieser Stelle aus hinüber zum Mitterberg. Von da an hieß dieser Waldhügel Rosssprung.

 

Ruine Karnol/Leiterburg – Auer

Anforderung: leichte bis mittelschwere Wanderung
Ausgangspunkt: Parkplatz bei der Feuerwehrhalle unterhalb Dorfzentrum von Aldein
Gehzeiten: ca. 5 Stunden
Höhenunterschied: 1000 m
Einkehrmöglichkeiten: Restaurant Ploner, Buschenschank Koflhof
Wegverlauf: Ab dem Parkplatz, am Sportplatz rechts vorbei über den Wanderweg 1 bis zum Karnolhof (letztes Gehöft südwestlich von Aldein). Oberhalb von Karnol auf den Hinweis zum Gevatterstein achten. Westlich der Markierung 2 folgend, beim Gehöft vorbei zu einer leichten Anhöhe mit der Ruine Karnol/Leiterburg. Von der Burg sind nur mehr Mauerreste zu sehen, aber es ist ein herrlicher Aussichtspunkt. Der Abstieg nach Auer erfolgt über die sogenannte „Katzenleiter" – eine Steinstiege mit 530 Steinstufen, welche auch an einem Wasserfall vorbeiführt. Die Rückfahrt von Auer ist eventuell mit dem Autobus möglich.
Extra Tipp: Der Gevatterstein ist eine sagenumwobene Stelle. Der Ebnerbauer soll im Trunk und Streit den Steinhauserbauer gegen einen Stein gedrückt haben. Die Abdrücke im Stein sind heute noch an Ort und Stelle gut sichtbar.

 


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