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Von Aldein aus sind Gipfelwanderungen auf das Weiß- und das Schwarzhorn ohne große alpine Kenntnisse und größere Schwierigkeiten möglich. Einzig trittsicher und schwindelfrei muss man sein. Von den Gipfeln hat man einen herrlichen Rundblick auf die Ortlergruppe, die Ötztaler Alpen, den Schlern, den Rosengarten, den Latemar, den Zanggen, die Brentagruppe und auf das Etsch- und Eisacktal. Extra Tipp: Das Weißhorn (aus weißem Sarldolomit) und das Schwarzhorn (aus rötlich-grauem Bozner Quarzporphyr) sind besonders interessant. Verantwortlich für den so unterschiedlichen Aufbau der benachbarten Berggipfel ist die sogenannte „Trudner Linie", ein Bruch in der Erdkruste. Entlang dieses Bruches wurde das Schwarzhorn im Vergleich zum Weißhorn um mehr als 1000 Meter gehoben. Die auf dem Porphyr lagernden Schichten wurden abgetragen. So erreicht heute der Porphyr dieselbe Höhe wie der weitaus jüngere Sarldolomit.
| Jochgrimm – Schwarzhorn (2439 m) |
Anforderung: mittel bis schwere Wanderung Ausgangspunkt: Parkplatz am Jochgrimm, Anfahrt über Lavazè-Joch Gehzeiten: ca. 2,5 Stunden Höhenunterschied: 450 m Einkehrmöglichkeiten: Hotel Schwarzhorn, Gasthaus Jochgrimm Wegverlauf: Vom Jochgrimm wandert man zwischen dem Hotel Schwarzhorn und dem Joch-Grimm-Haus über sumpfige Wiesen in südöstliche Richtung. Am Rand eines schönen, lichten Zirbenwaldes stößt man auf einen gut markierten, nach rechts führenden Steig Nr. 2. Dieser überschreitet ein Bächlein und leitet dann zwischen Zirben, Latschen und Alpenrosenfeldern zur Bergstation eines Skiliftes. Von dort erreicht man über gerölldurchsetzten Rasen den felsigen Gipfelaufbau, über dessen leichte Felsen man schließlich, steil ansteigend, den höchsten Punkt des Schwarzhorns erreicht. Der Abstieg erfolgt über denselben Weg. Extra Tipp: Das Schwarzhorn, dessen Besteigung im Gipfelbereich etwas Trittsicherheit erfordert, bietet gegen Süden und Osten, besonders zur Palagruppe, eine noch umfassendere Fernsicht wie das benachbarte Weißhorn. Besonders schön ist der Tiefblick auf Cavalese im Fleimstal.
| Weißhorn (2316 m) von Aldein aus |
Anforderung: mittel bis schwere Wanderung Ausgangspunkt: Gasthaus Schlögler Gehzeiten: ca. 5 - 6 Stunden Höhenunterschied: 850 m Einkehrmöglichkeiten: Gasthaus Schlögler, Lahneralm, Auerlegeralm, Gurndinalm, Isi Hütte - Kolditscherwirt, Gasthaus Jochgrimm, Hotel Schwarzhorn Wegverlauf: Zuerst die Straße entlang Richtung Lahneralm, dann immer den Forstweg entlang Richtung Kösertal. Dort angekommen gibt es drei Möglichkeiten: Vom Kösertal rechts über den Gamplsteig Nr. 5, am Jägerkreuz vorbei, erfolgt hier der Aufstieg über den Nordgrat auf das Weißhorn. Der letzte Teil ist sehr steil, aber der herrliche Blick in den Bletterbach lohnt die Mühe. Ab dem Kösertal die Forststraße und den Wanderweg Nr. 9 entlang bis Neuhütt. Immer dem Forstweg und der Markierung Nr. 2 folgend bis zur Auerlegeralm und dann weiter bis zum Jochgrimm. Hier Aufstieg auf das Weißhorn über Wanderweg H. Ab dem Kösertal dem Weg Nr. 5 und 5A folgend, ab Markierung Nr. 1 über die Hoferwiese bis Jochgrimm. Hier Aufstieg auf das Weißhorn über Wanderweg H. Der Rückweg erfolgt für alle drei Varianten über den Wanderweg H zur Gurndinalm. Bei der Alm rechts abbiegen, Wanderweg N – Neuer Weg bzw. später W – Zirmersteig. Bei der Gabelung wiederum rechts dem Gorzsteig G folgend, steigt man in den Bletterbach hinab, überquert die Schlucht und steigt wieder auf bis zur Lahneralm und weiter bis zur Schmiederalm. Hier folgt man dem Wanderweg S und später 2 und gelangt wieder zurück zur Landstrasse und zum Ausgangspunkt. Extra Tipp: Ein besonderes Erlebnis ist es, vor Tagesanbruch das Weißhorn zu besteigen und von dort oben den Sonnenaufgang zu genießen.
| Weißhorn (2316 m) von Radein aus |
Anforderung: mittel bis schwere Wanderung Ausgangspunkt: Schotterparkplatz rechts der Hauptstrasse kurz vor Oberradein Gehzeiten: ca. 4 ½ - 5 Stunden Höhenunterschied: 760 m Einkehrmöglichkeiten: Gasthaus Nigglhof, Gurndinalm, Isi Hütte - Kolditscherwirt, Gasthaus Roter Adler, Hotel Zirmer, Gasthof Rose, Hotel Berghofer. Wegverlauf: Vom Parkplatz zunächst zu Fuß die Landstraße entlang weiter Richtung Oberradein. Bei der Abzweigung rechts hinauf zum Gasthaus Nigglhof. Von dort dem Wanderweg Nr. 7 folgen. Auf der Fortsstraße angelangt, dieser aufwärts folgen und nach kurzer Zeit rechts dem Wanderweg B – Blauweg – folgen bis zur Gurndinalm. Von dort erfolgt der Aufstieg auf das Weißhorn über den Wanderweg H. Vom Gipfel herrlicher Rundblick. Rückweg über den wunderschönen Zirmersteig, Markierung W, zuerst entlang des oberen Randes der Lahnerwiesen unterm Weißhorn, dann über die Kalkbrüche des Bletterbaches zurück nach Radein. Extra Tipp: Im Geologie Museum von Radein führen Schautafeln mit leicht verständlichen und wissenschaftlich fundierten Erklärungen den Besucher durch Millionen Jahre der Erdgeschichte und zeigen ihm die Entstehung und den geologischen Aufbau der Dolomitenlandschaft. Ein Säulenprofil gibt Einblick in die übereinanderliegenden Gesteinsarten und Sedimentfolgen des Bletterbachgebietes vom Bozner Quarzporphyr über Grödner Sandstein, Bellerophon- und Werfener Schichten bis zum Sarldolomit.
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